Presseartikel in der NP

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Prinz führt erste Gespräche

 

LAATZEN. Eine Schrecksekunde – und schon sieht das Leben ganz anders aus. Für Thomas Prinz haben sich seit dem Frühjahr die Wertigkeiten verändert. „Ich bin zweimal mit dem Leben davongekommen”, erzählt er. Das erste Mal, als er ohne eigene Schuld bei einem Unfall auf seinem Motorrad gegen einen Hochbahnsteig prallte (Fußgelenk und sechs Rippen waren gebrochen), und dann, als er, gerade aus dem Krankenhaus entlassen, eine Lungenembolie bekam.
„Da weiß man, wie wichtig es ist, überhaupt am Leben zu sein”, findet Prinz. Die Erfahrung habe ihn die Wahlniederlage besser verschmerzen lassen. Dazu kommt wohl auch, dass der frühere Geschäftsleiter der Landestreuhandstelle und Rechtsanwalt schon die ersten Gespräche über seine berufliche Zukunft führt. Sieben Jahre lang war Prinz Stabschef im Finanzministerium.
Er kennt sich aus mit Wirtschaftsförderung. Dass allerdings die NP schon von dem Gerücht gehört hatte, er könne diese Erfahrungen vielleicht als neuer Geschäftsführer der Wirtschaftsund Wachstumsgesellschaft Hannoverimpuls einbringen, überraschte ihn dann doch. Einziger Kommentar: „Es würde mir Spaß machen.”
Noch allerdings haben die Anteilseigner Stadt und Region das Bewerbungsverfahren nicht mal in Gang gebracht. Geschäftsführer Ralf Meyer wird Hannoverimpuls vermutlich im Herbst verlassen; er arbeitet dann in Bochum. Prinz ist für Überraschungen durchaus offen. Selbst wenn es riskant scheint, sie einzugehen. Schon 1999, sagt der Noch-Bürgermeister von Laatzen, sei er freiwillig aus dem Beamtenverhältnis ausgeschieden. Ende Oktober wird das – wenn auch diesmal unfreiwillig – wieder der Fall sein.