Stadt bekämpft unerwünschte Wildkräuter mit Heißwasser

20140630 01 Hei _wasser Gegen Wildkr _uter
 
 

Betriebshof stellt geräusch- und staubarmes WAVE-Verfahren vor
Die Stadt Laatzen rückt Wildkräutern wie Beifuß, Distel oder Brennessel ab sofort mit Heißwasser auf den Leib: Mit dem sogenannten WAVE-Verfahren können auch stark bewachsene Flächen problemlos nachhaltig entkrautet werden.

 

Bürgermeister Thomas Prinz hat die Methode gemeinsam mit Mitarbeitern des Betriebshofes heute an der Erich-Panitz-Straße getestet. 15.351 Euro hat die Stadt Laatzen in die neue Technik investiert.

Beim WAVE-Verfahren erwärmt ein Motor Wasser in einem Tank auf 98 Grad. Über den angeschlossenen Schlauch werden die Wildkräuter direkt mit dem Wasser besprüht. Die hohen Temperaturen bringen die Zellen der Kräuter zum Platzen. Das Wasser dringt mit einer Resttemperatur von 60 Grad in die Wurzeln ein und  schwächt deren oberste Schichten. Die Pflanze stirbt und vertrocknet. Je nach Witterung und Stärke der Pflanzen sind im ersten Jahr zwei bis vier Arbeitsgänge pro Fläche notwendig. In den folgenden Jahren sind ein bis zwei Reinigungseinsätze ausreichend. „Dank der neuen Methode können wir mit weniger Personal einen besseren Pflegezustand in der Stadt garantieren“, freut sich Prinz.

Die Heißwasser-Methode kann sowohl auf gepflasterten als auch unbefestigten Straßen und Wegen wie im Park der Sinne oder auf Sportplätzen eingesetzt werden. Die Geräusch- und Staubentwicklung ist gering. Weiterhin bietet das Verfahren flexible Einsatzmöglichkeiten: Das Gerät kann auf jedem Pritschenwagen transportiert werden. Mit dem 45 Meter langen Schlauch lassen sich auch verwinkelte Bereiche wie zugeparkte Flächen gut erreichen, ohne die parkenden Fahrzeuge zu beschädigen. In der Vergangenheit wurden diese mit einer Wildkrautbürste oder einem Freischneider bearbeitet und anschließend mit einer Kleinkehrmaschine gereinigt. Da nur die oberen Pflanzenteile abgetragen wurden, sind die Flächen schnell erneut verkrautet.