Sicherheit und Ordnung


Feuerwehr

Im Frühsommer 2013 wurde als Ergebnis umfangreicher Erarbeitungen der Feuerwehrbedarfs- und -entwicklungsplan für die Stadt Laatzen verabschiedet. Mit diesem ist der Grundstein für eine auch zukünftig bedarfsgerecht ausgestattete, leistungsfähige Feuerwehr gelegt. Die Umsetzung dieser Planung hat bereits begonnen, inzwischen wurde der Auftrag zur Beschaffung eines LF 10 für die Ortsfeuerwehr Laatzen erteilt.

Im Jahr 2013 konnte kurzfristig das defekte Drehleiterfahrzeug der Ortsfeuerwehr Laatzen ersetzt werden. Der Erwerb eines Vorführfahrzeugs konnte innerhalb eines für diese Fahrzeugkategorie ungewöhnlich kurzen Zeitraums von nur fünf Monaten realisiert werden. Mit dem Verzicht auf ein Neufahrzeug war darüber hinaus eine deutliche Kosteneinsparung von deutlich über 100.000,-€ verbunden.

Im Jahr 2007 wurde die Zahl der regelmäßigen Führerscheinausbildungen für Einsatzkräfte  erhöht, grundsätzlich werden jährlich nun fünf Personen ausgebildet. Durch die Vielzahl ausgebildeter Personen entfällt im Einsatzfall das unnötige Warten auf Einsatzkräfte, die zum Führen bestimmter Fahrzeuge berechtigt sind.


Naturschutz

In den zurückliegenden Jahren ist die Anzahl der besonders geschützten Biotope von 39 auf 44 gestiegen. Aufgrund priorisierter Umsetzung der empfohlenen Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen befinden sich 89 % der Biotope in einem sehr guten bzw. guten, die restlichen in einem befriedigenden Pflege- und Entwicklungszustand.


Standesamt

Das Standesamt Laatzen hat sich zu einer eigenen Erfolgsgeschichte entwickelt.
Seit dem Jahr 2006 ist die Zahl der jährlichen Trauungen um fast 100% auf 382 gestiegen. Als Grund wird von den Brautpaaren immer wieder die besondere Flexibilität des Standesamtes Laatzen im Hinblick auf die Gestaltung der Trauzeremonie sowie die besonders sorgsam durchgeführten Trauungen angeführt. Die für eine Trauung zur Verfügung stehende Zeit von grds. einer Stunde, ermöglicht es, eine besondere Atmosphäre herzustellen, die entsprechende Nachfrage nach Trauungen in Laatzen bestärkt diese Konzeption.

In diesen Kontext gehört auch die sukzessive Ausweitung der Trauzeiten. Das Standesamt trägt damit dem Wunsch der Paare - insbesondere - nach Trauungen freitags oder samstags Rechnung. So waren bereits im Februar 2014 knapp 40 %  der Termine an diesen Wochentagen ausgebucht.

Auch dem vielfach geäußerten Wunsch nach Trauungen unter freiem Himmel konnte nachgekommen werden. Seit dem Sommer 2011 werden an rd. 8 Tagen im Jahr Paare unter freiem Himmel im Park der Sinne am „Ort der Idylle“ getraut. Von den möglichen 48 Terminen sind bereits 46 für das Jahr 2014 vergeben.

Das Standesamt ist seit nunmehr rund fünf Jahren im Erdgeschoss des Alten Rathauses und, dank eines Treppenliftes auf der Rückseite, barrierefrei erreichbar.

Durch eine große Zahl auswärtiger Beteiligter trägt das Standesamt wesentlich dazu bei, für die Stadt Laatzen zu werben.


Bürgerbüro

Im Bürgerbüro gehören nach der Inbetriebnahme einer Aufrufanlage lange Warteschlangen der Vergangenheit an. Immer wieder konnte beobachtet werden, dass die Besucherinnen und Besucher sich in einer langen Wartereihe aufstellten, anstatt auf den bereitstehenden Stühlen Platz zu nehmen. Dies war offensichtlich mit der Befürchtung begründet, im Sitzen den Platz in der Reihe „zu verlieren“.

Die lange Warteschlange vermittelte den Besucherinnen und Besuchern, Vorbeigehenden sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern das Gefühl übermäßig langer Wartezeiten. Zudem war vielfach die Eingangstür geöffnet (Zug, Energieverlust), dies ließ „Bahnhofsatmosphäre“ entstehen. Das für einige Kundinnen und Kunden sicher anstrengende Stehen war eine weitere unnötige Begleiterscheinung.

Auch mehrere Jahre nach Einrichtung der Kfz-Zulassungsstelle steigt die Zahl der Vorgänge im Zulassungswesen weiter an, zuletzt waren dies für das Jahr 2013 27.480. Im Jahr 2006 waren dies noch 20.764. Insbesondere die umfangreichen Öffnungszeiten des Bürgerbüros aber auch die kompetente und zügige Erledigung sind die Säulen dieses Erfolgs.

Zügiger Service kann auch im Pass- und Meldewesen geboten werden. Durch die Verwendung von sog. „Unterschriftspads“ entfallen bisher notwendige Arbeitsvorgänge. Das bis dahin aufwändige Ausdrucken, Unterschreiben und erneute Einscannen entfällt damit. Kürzere Bearbeitungszeiten wie auch eine komfortablere Beantragung und Bearbeitung sind das Resultat.


Straßenverkehr

Seit 2009 wird einmal jährlich ein Verkehrsgespräch mit Vertreterinnen und Vertretern der Ortsräte, Polizei, Institutionen und Verbände durchgeführt, in dem besondere Verkehrssituationen besprochen sowie anstehende Baumaßnahmen bekanntgegeben werden. Das Verkehrsgespräch hat sich bewährt, da der kurze Weg zwischen den verschiedenen Behörden und Institutionen einen guten Informationsfluss bietet. Dieses Forum ermöglicht es, gerade durch die Vielfalt des Teilnehmerkreises, die verschiedenen Sichtweisen einzunehmen, nachzuvollziehen und Verständnis hierfür zu entwickeln. Das nächste Gespräch ist für Ende März 2014 vorgesehen.

Im Juni 2012 ging die stationäre Geschwindigkeitsmessanlage am Ortseingang von Ingeln-Oesselse in Betrieb. Regelmäßig gröbste Verkehrsverstöße und überhöhte Geschwindigkeit im Bereich der Bushaltestelle und zwei Unfälle mit einem Kind und einem Jugendlichen machten die Aufstellung notwendig. Im Vergleich zwischen 2012 und 2013 konnten schon sichtliche Erfolge in der Geschwindigkeitsreduzierung erzielt werden. Die Anzahl der Verstöße verringerte sich um 45 %, die der Bußgeldbewehrten  sogar um 63 %.

Auch im Bereich Ruhender Verkehr gab es Verwaltungsvereinfachungen. Die Erfassung von Parkverstößen wird inzwischen überwiegend über Smartphone-Erfassungsgeräte abgewickelt, die mit einem Drucker verbunden werden können. So ist es möglich, die Verwarnungen direkt vor Ort auszudrucken. Daraus ergeben sich Einsparungen bei den Material-, Porto- und Personalkosten. Mit diesem Verfahren ist auch ein Rückgang der Einwendungen gegen die Verwarnungen einhergegangen.


Schiedswesen

Mit der Vorlage 239/2010 wurden die bisherigen Schiedsleute erneut für eine weitere Amtsperiode von fünf Jahren (2011 bis 2015)  von den einzelnen Ortsräten gewählt. Die Schiedsamtsbezirke wurden aufgrund des Ausscheidens einer Schiedsfrau gleichzeitig von vier auf drei Bezirke zusammengefasst. Bei bislang gleichbleibenden Fallzahlen hat dieses Modell bereits zu einer Kosteneinsparung geführt.


Waffenbehörde

Die Stadt Laatzen hat frühzeitig mit der Umsetzung der Vorgaben des Nationalen Waffenregisters begonnen. Die umfangreichen Pflichten, denen sich die Waffenbehörden und auch die IT-Bereiche ausgesetzt sahen wurden sukzessiv umgesetzt, so dass die Stadt Laatzen bereits zu einem frühen Zeitpunkt das vorgeschriebene IT-Sicherheitskonzept fast vollständig erfüllen konnte. 56 % der bis zum 31.12.2017 für das Nationale Waffenregister zu bereinigenden Daten sind bereits bereinigt. Der Schriftverkehr der Waffenbehörde wird bereits seit 2008 nahezu ausschließlich über die Fachsoftware durchgeführt, so dass es hier zu nicht unerheblicher Zeitersparnis kommt.


Rattenbekämpfung

Jede Gemeinde ist mit der Problematik „Ratten“ konfrontiert. Zur Verringerung bzw. zumindest zum Konstanthalten der Population ist eine kontinuierliche, planmäßige Bekämpfung notwendig.

In Laatzen ist der Befall seit einer Umstellung des Bekämpfungskonzepts im Jahr 2009 besonders gering, in deutlich weniger als 5 % der Schmutzwasserkanalisation können Ratten nachgewiesen werden. Der durchschnittliche Befall hingegen liegt bei rd. 10 - 15%.


Kooperative Ordnungsstreife

Seit April 2012 gibt es die kooperative Ordnungsstreife, als gemeinsame Streife der Stadt Laatzen und der Polizei. Ziel ist - gemäß eines modernen Beschwerdemanagements - die Förderung der Dialogbereitschaft und die Steigerung sichtbarer Präsenz. Die Streife ist daneben eine vertrauensbildende Maßnahme und ein niedrigschwelliges Gesprächsangebot. Ob es nun um Verkehrsproblematiken, unerlaubte Müllentsorgung, Hundekot, Vandalismus oder einfach nur einen netten Austausch geht, vieles kann bereits in diesem Rahmen direkt vor Ort erörtert werden. Die kooperative Ordnungstreife findet sechs Mal im Jahr, verteilt auf alle Stadtteile, statt.

(Öffentliche Mitteilung der Stadt Laatzen vom 18.03.2014)

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