Motorradtouren 2009

Tour 1: Alfeld

Am Vatertag treffen wir uns in kleiner Runde in Gleidingen und fahren dann weiter nach Oesselse. Hier steht schon der Bürgermeister von Laatzen mit ein paar Motorradfahrern. Ich hatte mit mehr Mitfahrern gerechnet, aber es werden

nur 18 Maschinen mit 24 Leuten. Davon ist der Rollerclub allein mit fünf Fahrzeugen und sieben Leuten vertreten. Gleichzeitig findet heute auch eine Fahrradtour statt. Sicher nicht so weit aber bestimmt auch gut.
Schon vor Abfahrt höre ich, dass das Schnarchmuseum leider nicht für uns öffnet. Schade, das soll recht interessant sein. Aber nun geht es erst mal los. Der Bürgermeister vorne weg, über schöne kleine Nebenstraßen, niedliche Dörfer im großen Bogen (nein, eigentlich mehr im Zickzack) bis nach Alfeld. Unterwegs hätte ich mir eine kurze Pause gewünscht, denn diese erste Etappe ist sehr lang.

Nach fast zwei Stunden sind wir in Alfeld. Hier wollen wir das Fagus-Werk besichtigen. Dabei handelt es sich um eine Fabrik-Anlage, die ins UNSECO-Weltkulturerbe aufgenommen werden soll.
Wir sind natürlich angemeldet und werden sehr freundlich empfangen. Für uns ist eine Besichtigung organisiert. Als Kunstbanause habe ich keine Ahnung von Architektur, ebenso wenig weiß ich von Schuh-Leisten. Aber die Führung ist nicht nur freundlich und verständlich, sondern auch interessant und wirklich nicht langweilig.

Und besonders freundlich finde ich, dass anschließend ein kleiner Imbiss angeboten wird. Das kommt zur richtigen Zeit, denn es ist ja schon Mittag.

Hier ist ein schöner Garten mit netten kleinen Sitzecken unter Bäumen, im Lokal sieht es sehr gepflegt aus. Für uns ist abseits auf der Wiese ein langer Tisch aufgestellt. Man weiß ja nie bei den Motorrad-Rockern. Zügig und freundlich werden wir bedient. Es gibt Kleinigkeiten zu essen, Salate und Gegrilltes, aber auch das Eis und der Kaffee schmecken. Weiter geht es wieder über kleine Straßen an der Fischerhütte Winzenburg vorbei. Da ist soviel Betrieb wie ich es noch nie gesehen habe, der Parkplatz läuft schon über. Und bald sind wir in Altgandersheim. Hier werden wir im Restaurant "Hof" erwartet.

Nach angemessener Zeit geht es weiter nach Lamspringe. Hier wartet schon der Bürgermeister auf uns. Wer kann kompetenter über den Ort erzählen? Auch der erzählt freundlich, interessant und nicht zu weitschweifig. Und er führt uns in das Kloster, wo es auch interessante Dinge zu sehen und zu erklären gibt (WIKI) . Mit dabei ist nun auch das NDR-Fernsehen. Natürlich nicht meinetwegen (sitzt meine Frisur?), sondern für den Politiker Bernd Lange der in das Europa-Parlament gewählt werden möchte. Er ist mit dem Motorrad zu uns gestoßen.

Nach dieser inter-essanten Führung geht es nun langsam auf den Heimweg. Heimweg? Irgendwie geht es in die andere Richtung. Es geht wieder in sehr großem Bogen mit viel Zickzack durch die wunderschöne Gegend. Ich glaube, mancher Mitfahrer weiß gar nicht mehr, wo wir sind. Aber unser Tourenleiter kennt sich offenbar sehr gut aus.

Bis hierher hat das Wetter sehr gut mitgespielt. Aber kurz nach Lamspringe kriegen wir doch ein paar Tropfen Regen ab. Das ist aber nicht viel, davon wird kaum die Straße naß. Und es hört sehr bald wieder auf zu regnen. Wir fahren wieder durch den Sonnenschein im Leinebergland. Hier hat es aber offenbar kurz vorher geregnet und die Straßen sind nass. Oha, da muss ich wohl morgen das Motorrad putzen.
Und noch ein kleines Missgeschick. Ich habe das GPS-Gerät angeschaltet, ohne die Brille aufzusetzen. Ein Fehler. Ich habe es nicht richtig angemacht und die Tour wird nicht aufgezeichnet. Ich habe aber nach bestem Wissen den Weg in Google-Maps nachgezeichnet.

Ich denke, ich kenne mich einigermaßen aus. Aber ich muss zugeben, unser Tourenleiter kennt sich noch besser aus als ich. Er hat schöne kleine Straßen durch eine wunderschöne Gegend ausgesucht. Eine tolle Tour. Nur war die letzte Etappe auch wieder recht lang. Langsam werden alle unruhig auf ihren Sitzen. Aber wir kommen rechtzeitig in Laatzen an. Hier geht es direkt zur alten Feuerwache in Grasdorf. Da warten schon die Radfahrer auf uns und haben schon den Grill angemacht. Zum Abschluss gibt es Würstchen, Steaks und Getränke.
Es war eine tolle Tour, eine nette Truppe, ein sehr schöner Tag. Vielen Dank Herr Bürgermeister. Nun bin ich gegen 20:00 Uhr satt und zufrieden mit 199 km mehr auf dem Tacho wieder zu Hause.

Text: Claus

Quelle: Roller-Touring-Freunde Hannover
 

 

Tour 2: Warstein

Natürlich eine Motorradtour! Aber diesmal anders!

Die diesjährige Motorradtour mit Bürgermeister Thomas Prinz dauerte zwei Tage mit einer Übernachtung und führte zwölf Fahrer und Fahrerinnen ins schöne, waldreiche Sauerland.

Frank Wöbbecke von der Ortsfeuerwehr Laatzen und Bürgermeister Thomas Prinz hatten eingeladen, am 29./30. August 2009 mit ihnen in das schöne Warstein zu fahren – inklusive Übernachtung. Auf die Idee für diese Tour waren beide gekommen, weil ihre Vorfahren aus demselben Dorf in der Nähe von Warstein stammen. In Warstein standen natürlich eine beeindruckende Besichtigung der Brauerei Warstein und in der Dämmerung eine Stadtführung an. Beim Abendessen war Bürgermeister Manfred Gödde dabei – unter einem besonderen Vorzeichen: Am nächsten Tag war in Warstein Bürgermeisterwahl, die er herausragend gewann. Der größte Teil der Gruppe übernachtete im Gutshof Warstein, einem sozialen Betrieb. Auf der Rückfahrt wurden noch die Bilsteinhöhlen besichtigt.
Die Kurven des Sauerlandes boten schönen Strecken, die Wälder zu „erfahren“. Vorher durchquerte die Gruppe die Höhen Ost-Westfalens mit vielen schönen Eindrücken. Zurück ging es dann auf anderen Straßen mit einem langen Stück entlang der Weser. Hin- und Rückfahrt betrugen jeweils etwa 250 km.
Eine weitere Besonderheit gab es diesmal mit einem Begleitfahrzeug, was es ermöglichte, während des Hinweges auf einem lauschigen Waldparkplatz zu frühstücken und auf dem Rückweg an den Ufern der Weser.