Motorradtour 2010

Laatzen

Heute ist Bürgermeister-Tour in Laatzen. Der Bürgermeister von Laatzen, Thomas Prinz, hat zu seiner jährlichen Motorrad-Tour eingeladen. Wir haben es ja nicht weit, aber wir fahren schon um halb neun los zum Rathaus. Der Erste, der da gerade ankommt, ist Claus II. Und dann geht es Schlag auf Schlag. Der Bürgermeister und seine Frau kommen, einige Seniorenrocker die wir kennen und auch einige RTF-Mitglieder. Natürlich auch andere Biker. Kurz nach neun Uhr zähle ich 44 Fahrzeuge mit 48 Leuten. Davon allein neun von unseren Rollern und Motorrädern mit 10 Leuten. Das freut mich natürlich.

Bei so vielen Teilnehmern wird die Gruppe geteilt. Eine Gruppe übernimmt Manfred Petrak von den Wochenblättern. Das sind die Schnellen. Da fährt auch Karl-Heinz mit. Diese Gruppe fährt als erste los.
Kurz danach fährt die zweite Gruppe los. Die hat Uwe Nortmann, Organisator der Seniorenrocker übernommen. Auch er hat vom Bürgermeister ein Roadbook für die Tour bekommen. Aber das benutzt er kaum, er kennt sich ja gut aus, merkt sich die Richtungen und fährt so wie er meint. Und wie ich ihn kenne, fährt seine Truppe gut damit.
Als letzte Gruppe fahren wir mit dem Bürgermeister. Das sind die Langsamen. Da bin ich natürlich dabei, auch die anderen Rollerfreunde und einige andere. Wir sind eine gute Truppe, es geht einigermaßen zügig aber nicht zu schnell los.

Über Pattensen, Gestorf, Alvesrode und Springe geht es mit ein paar kleinen Schlenkern nach Lauenau. Hier beim Felsenkeller ist die erste Rast. Und die drei Gruppen treffen sich hier wieder. Vom Biergarten hat man einen wunderbaren Blick über das Schaumburger Land. Bei Kaffee und Zigarette wird Benzin geredet.

Nach einer guten halben Stunde fahren die drei Gruppen nacheinander wieder los. Wir fahren wieder als letzte. Über Hattendorf und Segelhorst geht es an der Paschenburg vorbei mit ein paar schönen Schlenkern nach Kleinenbremen zum Besucherbergwerk.
Das ist das Ziel unserer drei Gruppen. Hier gibt es einen Kiosk mit Getränken, Würstchen usw und Toiletten. Währenddessen organisiert unser Tourenleiter den Eintritt in das Bergwerk. Und dann werden wir zusammen gerufen und gehen los.

Mit Sicherheitshelmen und warm angezogen gehen wir in den Berg. Ein ehemaliger Steiger empfängt uns freundlich und erklärt uns Einzelheiten der Arbeitsweisen und der Maschinen. Es ist sehr interessant. Hier herrscht immer eine gleichmäßige Temperatur von etwa 10 Grad. Unsere Gruppe ist recht groß, da wäre ein Mikrofon angebracht, aber das Meiste kann man verstehen. Es ist ein ziemlich langer Weg, länger als ich dachte. Zwischendurch fahren wir ein Stück mit einer kleinen Bahn. Das „klein“ kann man wörtlich nehmen. In ein Abteil zwängen sich vier Leute. Da muss man sich wirklich Einer nach dem Anderen hineinsortieren. Nach gut eineinhalb Stunden gehen wir wieder hinaus. Da ist es wieder recht warm.

Kurz vor halb vier Uhr machen wir uns wieder auf den Weg. Natürlich wieder gruppenweise. Wir fahren wieder als letzte. Im großen Bogen mit ein paar schönen Schlenkern geht es über Eisbergen, Langensalzhausen und Kalletal durch das Lipperland. Bei Grupenhagen geht es links ab über Hemeringen nach Hessisch Oldendorf. Und wir landen bei unserer Eisdiele. Ach, ist das angenehm. Bald nach uns kommt auch Uwe mit der mittleren Gruppe.

Wir fahren bald wieder weiter. Über Höfingen-Texas geht es in Hasperde auf die B 217, die wir aber bei Hachmühlen wieder verlassen. Wir sehen schon über Hameln dunkle Wolken und zuckende Blitze. Da wird die Fahrt gleich ein bisschen schneller. Über Coppenbrügge, Eldagsen und Pattensen geht es zurück nach Laatzen. Gerade in Laatzen kriegen wir noch die ersten Regentropfen ab. Wäre ja nicht nötig gewesen, aber so schlimm ist es auch nicht. Den ganzen Tag hat sich das Wetter gehalten. Aber man sieht schon, dass es Herbst wird. Die meisten Felder sind schon abgeerntet, viele Erntemaschinen sind unterwegs. Aber wir haben noch einen schönen Tag genießen können mit einer sehr schönen Fahrt. Uns hat es sehr gut gefallen, vielen Dank Bürgermeister. Gegen 18:45 Uhr bin ich wieder in meiner Garage mit 224 km mehr auf dem Tacho. Ich denke, im nächsten Jahr sind wir gern wieder dabei. Über Computer spreche ich auch noch kurz mit Karl-Heinz, der ja bei der schnellen Truppe dabei war. Auch er war wieder begeistert. Die Truppe war etwa eine halbe Stunde eher wieder in Laatzen, haben noch einen Schlenker über den Köterberg gemacht. Die sind etwa 100 Kilometer mehr gefahren als wir.
Eine Kleinigkeit ist noch erwähnenswert. Ich habe unserem Tourenleiter ein gutes Angebot gemacht, für den Fall, dass er zum Rollerclub kommt. In Laatzen ist er Bürgermeister, bei uns kann er Präsident werden. Aber er hat abgelehnt mit dem Hinweis, dass er ja Prinz ist. Mehr geht nicht.

Text:Claus

Quelle: Roller-Touring-Freunde Hannover