Motorradtour 2011

Schladen

Schladen, 28.8.2011

Wie ich höre, will Armin nochmal Nachfahren. Weil es so schön war. Ähhem, naja . . . Ach ja, da habe ich wohl mal wieder nicht richtig zugehört. Armin will die Bürgermeistertour noch mal nachfahren, weil es so schön war.

Da ich am letzten Sonntag keine Zeit hatte, interessiert mich das besonders. Und das Wetter sieht heute Morgen gar nicht so schlecht aus. Also das übliche Programm: Brote schmieren, Kaffee kochen, Claire packt alles ein, dann geht es los.

Kurz und gut, wir treffen uns am Sonntagmorgen um 10:00 in Gleidingen an der Tankstelle. Da kommen acht Fahrzeuge mit neun Leuten zusammen. Das hatte ich gar nicht erwartet. Tanken? Ach nein, ich würde wohl weniger als 2 Liter reinkriegen. Und unterwegs ist sicher auch eine Tankstelle.

Pünktlich geht es in Richtung Südosten. Durch beschauliche Dörfer, über mehr oder weniger gute Straßen. In einiger Entfernung sehen wir die Hildesheimer Berge und Hildesheim. Die Sicht ist ausgezeichnet. In Richtung Salzgitter kommen wir dann auch in hügeliges Gelände. Und da geht es dann rechts in den Wald hinauf zum http://www.waldhotel-burgberg.de/ . Der Rollerclub ist hier schon mal gewesen, das ist aber schon lange her. Und ich war hier mal mit den http://seniorenrocker.de/ .

Auf dem Parkplatz packen wir unseren ersten Kaffee aus, wir sind ja auch schon eine Stunde unterwegs. Der Biergarten ist noch geschlossen, aber auch von der anderen Seite hat man einen schönen Blick ins Tal. Und die Keramik-Abteilung kann man auch besuchen.

Nach einer halben Stunde geht es weiter, ein bisschen Berge, ein bisschen Kurven. Bald darauf halten wir noch einmal an. Hier hat der Bürgermeister im Cafe am Schacht Pause gemacht. Das Gelände ist eine alte Industriebrache, die heute anderweitig genutzt wird. Hinten auf dem Hof sind Werkstätten, Gebrauchtwagenhandel usw, und vorne an der Straße ist das Cafe mit Kunstausstellung. Naja, ganz nett, aber nicht unbedingt das, was ich für uns bei der nächsten Tour einplanen würde.

Weiter geht es, da schickt uns das Navi in einen kleinen Schlenker, das macht aber nichts. Es folgen schöne Straßen durch niedliche Dörfer und einige Kurven. Und dazu ein imposanter Blick auf den Harz. Auch der Brocken ist ganz klar zu sehen. Allein der Blick ist schon die Fahrt wert. Und noch ein bisschen locker cruisen durch diese schöne Gegend, dann sind wir um 20 Minuten vor eins da.

Wir halten auf dem Parkplatz des Restaurants, der ist allerdings für Motorräder nicht unbedingt geeignet. Alles Rollsplit. Aber wir kriegen unsere Motorräder und Roller gut abgestellt, dann wird beraten. Wer will in die Schlangenfarm? Nur einer. Und der verkneift es sich dann eben auch. Einige gehen in das Gasthaus und essen auf der Terrasse. Heinz, Günter, Claire und ich bleiben draußen und packen unsere Vesper aus. Auf einer Wiese neben am Parkplatz stehen Tisch und Stühle, da machen wir es uns gemütlich. Außerdem nutze ich gleich die Zeit zum Tanken direkt gegenüber. Auch Wolf muss seinen 125er noch füttern.

Nach einer Stunde Pause geht es wieder weiter. Wieder eine schöne Gegend, idyllische Dörfer, schöne Wege. Es muß doch schon Herbst sein. Die Felder sind abgeerntet, teilweise schon gepflügt und die Strohrollen weggeräumt. Und wir haben wieder den herrlichen Blick auf den Harz. Und wir nehmen alle Schlenker mit, die der Bürgermeister auch gefahren ist.

Nach einer guten Stunde Fahrt geht es wieder eine kleine Straße in den Wald hinauf. Wir kommen zum Jägerhaus. Vorsichtig blicken wir mal hinter dem Haus von oben den Abgrund hinunter. Ganz schön tief. Das erinnert mich an den Hexenstieg im Ostharz. Wir setzen uns dann gemütlich auf die große Terrasse vor dem Haus und trinken Kaffee. Da sitzt man nicht schlecht, da kann man mal wieder hinfahren.

Weiter geht es nach einer Stunde ausgiebigem Klönen nach . . . denkste. Kurz vor Volkersheim ist die Straße gesperrt. Wie ich später im Radio höre, hat es hier einen Erdrutsch gegeben. Damit stimmt die Planung im Navi nicht mehr. Wir müssen umdrehen. Über Sehlde und ein paar Nebenstraßen nach Baddeckenstedt . Und wieder folgen ein paar schöne Schlenker. Ich wusste gar nicht, dass es hier in der Gegend so viele Kurven gibt.

In Derneburg halten wir nochmal an. Lange kann ich nicht mehr sitzen. Meine vorsichtige Frage, ob wir tatsächlich noch alle Schlenker fahren wollen, wird nur mit verständnislosen Blicken quittiert. Aber da ist so eine dunkle Wolke . . . Es hilft nix, ich muß mit. Ein kurzer Halt noch auf der Autobahn, richtig auf der Autobahn. Bei der Hildesheimer Börde muß Günter doch noch etwas tanken, dann fahren wir gleich wieder runter von der Autobahn und weiter über Landstraßen. Und so haben wir noch zweimal die Gelegenheit, die Zugspitze zu sehen. Einmal an der Schranke hinter Bettmar und einmal an der Schranke in Algermissen. Wir müssen warten, der Zug fährt durch und die Spitze des Zuges ist vorn.
So um viertel vor sechs sind wir wieder in Gleidingen. Von hier bis hier waren es heute 233km. Die Wolke hat uns nicht erwischt, wir haben keinen Tropfen Regen abbekommen. Es war eine tolle Tour. Ein Dankeschön an den Laatzener Bürgermeister für seine Tour, ein großer Dank an Armin, der uns sehr gut geführt hat und noch ein paar Extra-Schlenker gefunden hat, ein Dank an die Truppe, mit der ich einen sehr schönen fröhlichen Tag hatte. Ach ja, und ein kleiner Dank auch an den Wettergott, der es gut mit uns gemeint hat.

Text Claus,

Quelle: Roller-Touring-Fans Hannover