Motorradtour 2012

Einbeck

Die Bürgermeister-Tour

Wie auch schon in den vergangenen Jahren so auch heute, am Sonntag, den 16. September lud der Bürgermeister der Stadt Laatzen, Thomas Prinz, wieder zu einer Motorrad-Tour durch das Weserbergland über Grünenplan nach Einbeck.

Um 9.00 Uhr sollte es losgehen und nach und nach trafen die Hard-, Soft-und Oldie-Rocker am Treffpunkt in Koldingen ein. An Maschinen war so ziemlich alles vertreten, was auf dem Motorrad-Markt vertreten ist. Auch ein paar Motorroller – zwei Burgmänner 400, ein Burgi 650 und ein 300-er Honda Großrad-Roller trauten sich als Exoten unter die meist PS-starken „richtigen“ Motorräder und einem Gespann. Insgesamt versammelten sich ca. 50 Fahrzeuge mit ihren Fahrern und einigen Sozia.

Ein paar interessante Schätzchen wie z. B. eine weiße BMW, Baujahr 68, von denen nur wenige für das schwedische Königshaus gebaut wurden. Dessen heutiger Besitzer erzählte stolz, dass er sie total heruntergekommen recht preiswert erstanden und dann total zerlegt, unbrauchbare oder verschlissene Teile ersetzt und alles wieder originalgetreu einschließlich der Farbe „schweden-weiß“ (bisher kannte ich nur perlweiß und Zahn-weiß) zusammengebaut hatte.

Nach einer kurzen Ansprache – keine Attacken auf den politischen Gegner – zum Verlauf der Tour und nach Aufteilung in 5 Gruppen fuhren mit dem Tourenplan versehen die ersten los.

Die Aufteilung erfolgte nach Kriterien wie „Schnelligkeit“ und Gruppen-größe von ca. 10 Mitfahrern. Thomas Prinz fühlte sich für die Teilnehmer verantwortlich, die auch am Ziel, aber eher lang-sam ankommen wollten. Ob da auch ein politischer Anspruch hinter stand?

Wie sich während der Fahrt herausstellte, ging es aber auch mit dieser Truppe recht flott durch die Landschaft. Da bewegen sich die „Roller-Touring-Freunde“ eher gemächlich durch die Gegend – außer vielleicht wenn sie von Karl-Heinz durch den Harz angeführt werden. Da wir Roller-Fahrer uns heute nicht die Butter vom Brot nehmen lassen wollten, haben wir Anschluss gehalten und es den „Motorrad-Rockern“ gezeigt. – Na gut: wir fuhren nicht mit der ersten, der schnellsten Gruppe!

Ich erspare mir hier, die einzelnen Orte auf unserer Route aufzuzählen – wen es interessiert, kann sie auf der Aufzeichnung nachverfolgen.

In Grünenplan wurde die 1. Pause eingelegt und dann ging es weiter, wieder über schöne Nebenstraßen nach Einbeck. 

Hier konnten wir im Stadt-Museum neben Ausgrabungen, alter Handwerkskunst und Brauerei-Geschichte u. a. die Vorläufer unserer heutigen motorisierten Fahrzeuge bewundern.  

Nachdem wir was für unsere Bildung getan haben, bekamen unsere Mägen auch was zu tun. Da der Wettergott es gut mit uns meinte, fand die Abspeisung unter freiem Himmel, bzw. unter Sonnenschirmen statt. 

Anschließend war die Rückfahrt angesagt, die für „Roller-Touring“-Verhältnisse sehr zügig (siehe oben) von statten ging. Zum Glück waren die Straßen trocken und der Rollsplitt extra für uns weggeräumt worden. Da hat unser Bürgermeister seine Kollegen von der Straßenmeisterei gut instruiert! Die Ortseingangsschilder habe ich nicht alle so schnell lesen können – schließlich musste ich ja meinen Tacho und die Kurven im Auge behalten – aber von der schönen Landschaft habe ich doch was mit bekommen. Ehrlich! 

Ich hab‘ ja gedacht, dass nur die Tourenleiter von den „Roller-Touring-Freunden“ so schöne Routen ausarbeiten und finden können. Heute weiß ich: Andere können das auch! Es lohnt sich also, auch mal bei anderen Clubs mitzufahren. Allerdings fahren die meist in der höheren Geschwindigkeits-Klasse und da sind wir doch bei uns auf der sichereren Seite, ohne dass der Spaß-Faktor dabei zu kurz kommt.

Der Spaß-Faktor fand auch bei dieser Bürgermeister-Tour, die ganz ohne Politik-Phrasen auskam sowohl auf der Landstraße als während der Pausen in und vor den Lokalen statt.

Die letzte Station am Nachmittag war dann auf der großen Terrasse in einem schönen etwas abseits gelegenen Wald-Café. Der Kuchen war lecker (ich kenn‘ mich da aus!) und auch der Kaffee war gut.

Die letzte Etappe bis Koldingen war dann nicht mehr so weit und gegen 18.30 Uhr zu Ende. Je nach Anfahrtsweg hatten wir ca. 270 Kilometer mehr auf der Uhr.


Es war wieder ein sehr schöner Tag; Dank an den Veranstalter

Quelle: Roller-Touring-Freunde Hannover